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Reptilien

Vögel auf Feldern und Wiesen

Hier sind ein paar Vögel beschrieben, die ihr auf den Feldern, Wiesen und Auen beobachten könnt.

Im Feld und auf der Wiese...

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Auch auf Feldern und Wiesen lassen sich viele verschiedene Vogelarten entdecken. Im Frühling stolzieren Störche über die Wiesen, Kiebitze verteidigen mit artistischem Flugangriffen ihre Jungen und in den Sträuchern und Büschen singen Mönchsgrasmücken.

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Das offene weite Land ist auch das beste Gebiet zur Beobachtung von Greifvögeln. Falken jagen im sogenannten „Rüttelflug“, dabei stehen sie auf der Stelle und beobachten ihre Beute. Hoch oben am Himmel kreisen die Mäusebussarde und mit etwas Glück seht ihr auch Weihen oder Milane. Bei einer Exkursion aufs freie Land solltet ihr das Fernglas mitnehmen und vielleicht auch ein kleines Picknick.

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Also Freunde und Picknick eingepackt und ab auf`s Land...

Schwarzkehlchen  Schwarzmilan    Steinschmätzer        Stieglitz      Wacholderdrossel      Weißstorch           Zilpzalp      

Austernfischer 

Haematopus ostralegus

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Beschreibung 

Größe 40-45 cm Spannweite 80-86 cm Gewicht 400-700 g Schwarzweiße, sehr aktiver Wattvogel von der Größe einer Ringeltaube. Die Augen sind orange, der lange kräftige Schnabel ist korallenrot, die Beine sind orangerosa. Im Winter haben die Altvögel ein weißes Kehlband, das die Jungvögel ab dem ersten Herbst auch tragen. Vorkommen in manchmal sehr großen Gruppen. Ende März und im April kann man das sogenannte Trillerturnier beobachten : sich gegenseitig steigernd laufen die Vögel trillernd mit gesenktem Schnabel, vorwärts gestrecktem Hals und angehobenen Schultern nebeneinander her und umeinander herum, was immer wieder auch während der Brutzeit und ähnlich aggressiv im Flug zu beobachten ist. 

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Teilzieher; Brutvogel an fast allen europäischen Küsten. Brutvögel Skandinaviens und Großbritanniens, wo auch im Binnenland gebrütet wird, ziehen zum Überwintern südwärts. Ganzjährig anzutreffen an den Nordseeküsten, an den britischen Küsten, am Ärmelkanal, an den nördlichen Küsten der Iberischen Halbinsel und in einigen mediterranen Brutgebieten. Ansonsten sind die mediterranen Küsten vor allem Überwinterungsgebiete. Überwinterer sind von Juli bis Mai anzutreffen. 

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Lebensraum 

Meeresküsten und lokal Felder in Küstennähe. Im Norden Großbritanniens und in Mitteleuropa regelmäßig auch an Wasserläufen und auf flußnahen Wiesen. 

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Nahrung 

Meerestiere : Muscheln, Schnecken, Krebstiere, Insekten ; auch Regenwürmer und Pflanzenteile. 

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Fortpflanzung 

Nest in einer Bodenmulde, auf Kiesbänken, in Salzwiesen oder auf Dünen, ausgelegt mit Muscheln, Pflanzenteilen und manchmal Kaninchenkot. Legt im Mai oder Anfang Juni 2-4 gräulich beigefarbene oder gelbliche Eier. Brutdauer 24-27 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können mit 35-42 Tagen fliegen.

Bachstelze

Motacilla alba alba

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Beschreibung 

Größe 17,5 cm Spannweite 31 cm Gewicht 23 g Prachtkleid, Männchen : grauer Rücken, weißer Bauch, Kopfplatte, Nacken, Kinn und Vorderbrust schwarz, Gesicht weiß; Weibchen: grauer Nacken, der in eine schwarze Kopfplatte übergeht. Schlichtkleid bei beiden Geschlechtern : Kinn und Kehle weiß, Brust weiß mit schwärzlichem Band. Läuft wie die anderen Stelzen mit ständig wippendem Schwanz, wird deshalb auch Wipsteert genannt. 

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Teilzieher. Brutvögel, die nördlich der Linie Lille (Nordfrankreich)-Athen (Griechenland) brüten sowie die isländischen und Teile der britischen Brüter ziehen im Winter Richtung Süd-Westen. Südlich dieser Linie trifft man sie ganzjährig an; die eigentlichen Überwinterungsgebiete befinden sich im Süden der Iberischen Halbinsel, an der französischen Mittelmeerküste, auf den Mittelmeerinseln und bis ins nördliche und tropische Afrika. Wegzug August-September, Heimzug März-April. 

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Lebensraum 

Kulturfolger, um Häuser, in Ortschaften, Gärten. Oft, aber nicht ausschließlich in der Nähe von Wasser. 

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Nahrung 

Kleine Insekten, die häufig in der Nähe von weidendem Vieh erjagt werden. 

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Fortpflanzung 

Nest aus Gräsern und Moos, in einer Halbhöhle versteckt. Legt von April-August 5-6 gräuliche, dunkelgrau gefleckte Eier von 21 mm Größe. Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit zwei Wochen. Oft zwei Gelege pro Jahr.

Bläßgans

Anser albifrons

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Beschreibung 

Größe 68-76 cm Spannweite 130-165 cm Gewicht 1400-3300 g Kleiner als die Graugans und die Saatgans. Weiße Stirnblässe, schwarze, unregelmäßige Flecken an der Unterseite, die bei den Jungvögeln. noch fehlt ; Schnabel hellrosa; Beine orange. Zwei Unterarten überwintern in Europa : "flavirostris" aus Grönland mit orange-gelbem Schnabel, der länger und dicker ist als bei der Unterart "albifrons" aus Sibirien, die einen rosa Schnabel hat. Im Flug wirken der Hals kürzer und die Flügel länger als bei der Saatgans. Brutvogel der Arktis, Zugvogel. "Flavirostris" überwintert in Westschottland und in Irland, während "albifrons" im Winter von England bis in die Türkei anzutreffen ist. 

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Lebensraum 

Nordische Tundra; im Winter küstennahe Wiesen. 

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Nahrung 

Gräser und Samen; im Winter auch Halophyten (Salzpflanzen). 

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Fortpflanzung 

Bodenbrüter, einzeln oder in lockeren Kolonien. Legt von Juni-Juli 5-6 cremefarbene Eier von 80 mm Größe. Brutdauer 28 Tage, Küken sind Nestflüchter und nach 7 Wochen flügge.

Dorngrasmücke

Sylvia communis

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Beschreibung

Größe 14 cm Gewicht 12-18 g Schlanker und größer als die Klappergrasmücke, der sie ansonsten ähnlich ist. Männchen im Prachtkleid : Körperoberseite grau, auf den Flügeln und am Hinterrücken rostbraun. Unterseite beigerosa; die rosafarbene Brust kontrastiert mit der weißen Kehle und der aschgrauen Kopfplatte, die im Schlichtkleid dunkler wird. Mit weißem Augenring, die Iris ist meistens hellbraun oder rahmfarben, die Beine sind hellbraun. Das Weibchen ist blasser gefärbt. Beide Geschlechter im ersten Winter mit dunkelbrauner Iris. 

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Zugvogel ; brütet in ganz Europa bis auf Nordskandinavien. Überwintert in Afrika südlich der Sahara. Gestaffelter Wegzug von Ende Juli bis November, Heimzug März-Mai. 

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Lebensraum 

Sehr verbreitete Grasmücke. Offene und buschige Landschaften : Heiden mit Heidekraut oder Ginster, buschiges Brachland und dornige Hecken, Waldränder, Lichtungen, Straßenränder. 

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Nahrung 

Vor allem Insekten und Ihre Larven, auch Spinnen, kleine Schnecken und Früchte. 

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Fortpflanzung 

Brütet in Bodennähe in einem kleinen Strauch oder einem Dornbusch, auch in Brennesseln. Das Nest besteht aus trockenen Gräsern mit einer dicken Schicht aus feinerem Pflanzenmaterial, Wurzeln und Tierhaaren. Die Außenwand wird mit Pflanzenhaaren und Wollfäden dekoriert. Legt 2mal jährlich, im Mai und im Juni-Juli 5 hellgrüne, dunkel gefleckte Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 12 Tage, Nestlingszeit 10 Tage.

Feldlerche

Alauda arvensis

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Beschreibung

Größe 17 cm Spannweite 35 cm Gewicht 36 g Oberseits braun mit schwarzbrauner Strichelung, unterseits weißlich bis gelbbraun, an der Brust kräftig gestreift. Langer Schwanz mit weißen Schwanzkanten. Kleine aufstellbare Haube, aber immer kürzer und nicht so spitz wie bei Haubenlerche. Kräftiger und schwach wellenförmiger Flug. Bekannt durch den ununterbrochenen Fluggesang, der im aufsteigenden Singflug aus großer Höhe vorgetragen wird. 

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In Westeuropa hauptsächlich Jahresvogel, aber auch Zugbewegungen und Winterflucht bekannt. Von September bis April überwintern die nördlichen Brutvögel zum Teil in Mitteleuropa, Zug bis Nordafrika. 

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Lebensraum 

Trockene Waldlichtungen, Heide, Dünen, Felder. 

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Nahrung 

Insekten, Spinnen, Samen, grüne Pflanzenteile. 

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Fortpflanzung 

Bodenbrüter, Nest in einer Grasmulde, mit Haaren und feinen Pflanzenteilen ausgepolstert. Legt von April-Juli 3-4 Eier von 24 mm Größe. Brutdauer 12-14 Tage, Nestlingszeit 9-10 Tage. Oft zwei Gelege pro Jahr.

Goldammer

Enberiza citrinella

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Beschreibung

Größe 16,5 cm Gewicht 24-30 g Große Ammer mit länglichem Körper und langem Schwanz; charakteristisch sind der gelbe Kopf und der rotbraune Bürzel. Männchen : Kopf und Brust sind hellgelb und olivbraun gestrichelt, mit nußbrauner, dunkel gestrichelter Körperoberseite und gelber Unterseite, die Flanken sind rotbraun. Im frisch gemauserten Schlichtkleid überdecken die graugrünen Federsäume die gelbe Färbung, die im Frühling nach und nach durchdringt. Weibchen : mattere Färbung mit weniger Gelb, vor allem am Kopf blasser oder beigegelb, die Brust ist deutlicher gestreift. Im ersten Winter sind sie beigegrau mit olivbrauner Zeichnung. Auf kurzen Strecken fliegt die Goldammer geradlinig, sonst wellenförmig, manchmal unregelmäßig. 

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Teilzieher. Brütet in ganz Europa außer in Südspanien und auf den Mittelmeerinseln. Unregelmäßige Zugbewegungen im Winter bis zum Mittelmeer und südlich der Pyrenäen. Wegzug September-November, Heimzug März-April. 

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Lebensraum 

Kulturland bis in 1500 m Höhe. Felder mit Hecken, Gehölzen und Waldlichtungen. 

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Nahrung 

Sämereien von Wildpflanzen; treibt gern Nachlese auf Stoppelfeldern; Beeren, Insekten, Spinnen, Schnecken. Hüpft bei der Nahrungssuche auf dem Boden, mit kurzen Beinen, horizontaler Körperhaltung, der Bauch berührt dabei fast den Boden, und die Flügel hängen wie beim Sitzen leicht nach unten. 

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Fortpflanzung 

Baut in einer gekratzten Mulde unter einem Busch, in einem Grasbüschel oder niedrig im Gebüsch ein Nest aus trockenen Halmen, Wurzeln und Moos, das mit feinerem Material ausgekleidet wird. Legt 2-3mal jährlich Mitte April-Mai, Mitte Juni und Ende Juli-August 3-5 weißliche bis rötliche, dunkel gezeichnete Eier von 22 mm Größe. Brutdauer 12-14 Tage, Nestlingszeit 12-13 Tage.

Grauammer

Miliaria calandra

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Beschreibung

Größe 18 cm Gewicht 38-55 g Größte Ammerart. Kräftiger Körper, großer runder Kopf, mit dickem, kräftigem blaß gelbem Schnabel und gelblichen Beinen, insgesamt erdfarben wie die Feldlerche : Körperoberseite graubraun mit dunkelbraunen Streifen, unterseits gelblich weiß mit schwarzen Flecken und Stricheln. Ohne Haube und ohne weiße Schwanzkanten. Der Flug ist schwerfällig und geradlinig, dabei hängen die Beine oft nach unten, die Flügel sind breit und abgerundet. Singt sitzend von einem Leitungsdraht oder von der Spitze eines Strauches aus; manchmal auch im Flug. Das abschließende Motiv der charakteristischen Gesangsstrophe klingt wie das Klirren eines Schlüsselbundes. Außerhalb der Brutzeit vergesellschaftet sie sich mit Finkenvögeln und anderen Ammern, vor allem mit der Goldammer. 

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Teilzieher; brütet in ganz Europa bis auf Irland und Skandinavien. In Deutschland nehmen die Brutbestände stark ab. Eingeschränkte winterliche Wanderbewegungen August-November und Februar-Mai. 

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Lebensraum 

Offene, durch Gebüsche und Bäume gegliederte Flächen, die durch Wasserläufe und Wege gequert werden : Getreidefelder, Brachen, Wiesen, Feuchtwiesen, Steppen. 

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Nahrung 

Nahrung zu zwei Dritteln pflanzlich : Grassamen und Getreidekörner, kleine Blätter, Knospen, Beeren. Während der Jungenaufzucht auch Insekten und ihre Larven, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer. 

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Fortpflanzung 

Brütet manchmal in kleinen Kolonien auf dem Boden. Einige Männchen sind polygam und paaren sich in ihrem Revier mit mehreren Weibchen. Das Nest ist fast genauso groß wie das der Amsel. Die in eine Bodenmulde eingelassene Unterlage wird aus Halmen, Gräsern und Wurzeln grob zusammengefügt und von innen mit Gräsern, feinen Halmen, Haaren und Wolle ausgelegt. Legt 1-3mal jährlich, im Mai-Juni, im Juni-Juli und im August 3-5 graublaue bis hellbraune, grau gefleckte und dunkelbraun gezeichnete Eier von 24 mm Größe. Brutdauer 12-13 Tage, Nestlingszeit 9-12 Tage.

Graugans

Anser anser

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Beschreibung

Größe 76-89 cm Spannweite 147-182 cm Gewicht 2300-3500g Größte Art unter den Wildgänsen, Ursprung unserer Hausgans. Hellbraunes, teils silbergraues Gefieder, oranger Schnabel, fleischfarbene Beine. Schwerfälliger Flug, kräftiger Kopf und Hals. Beim längeren Flug wird eine V-Formation gebildet. 

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Teilzieher: Brütet auf den Britischen Inseln, in Mitteleuropa, in Skandinavien und in Osteuropa. Überwintert im Westen und Süden, zieht zum Teil bis Nordafrika, je nach Härte des Winters. 

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Lebensraum 

Große Gewässer mit dicht bewachsenen Ufern und angrenzenden Wiesen oder Weiden. 

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Nahrung 

Gras, junge Getreidepflanzen, Blätter und junge Kleetriebe, Löwenzahn, Sauergräser...Sucht die Nahrung nicht nur im Wasser, sondern vorwiegend an Land. 

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Fortpflanzung 

Bodenbrüter, in Kolonien oder lockeren Gruppen. Das Nest besteht aus einer Anhäufung von Pflanzenmaterial, innen mit Nestdunen ausgekleidet. Legt von März-Juni 5-6 cremefarbene Eier von 85 mm Größe. Brutdauer 29 Tage. Die Küken sind Nestflüchter und nach 8 Wochen flügge.

Kuckuck

Cuculus canorus

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Beschreibung Größe 32-34 cm Spannweite 55-65 cm Gewicht 105-130 g Silhouette wie ein Turmfalke. Langer Schwanz, grauer Mantel, Körperunterseite weißlich mit dunkelgrauen Querbändern, Schwanz weiß gefleckt. Flugbild mit spitzeren Flügeln als beim Sperber. Das Weibchen unterscheidet sich vom Männchen durch die braun getönte Brust, es gibt auch eine völlig rotbraun gefärbte Farbvariante. Jungvogel dunkler als der Altvogel, mit hellen Federsäumen am Rücken, Brust und Kehle sind dunkelgrau gestreift, mit weißem Fleck im Nacken; auch beim Jungvogel gibt es schon die rotbraune Farbvariante. Geradliniger, schneller Flug; die Flügel werden nicht über die Horizontale angehoben, durch den angehobenen Kopf entsteht ein Hohlkreuz. 

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Zugvogel, Brutparasit, der in ganz Europa verbreitet ist und im südlichen Afrika überwintert. Wegzug Ende Juli bis Anfang September, Heimzug Ende März bis Anfang Mai. 

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Lebensraum Sowohl im Flachland als auch im Gebirge verbreitet, bevorzugt offene Landschaft mit Wäldchen, Hecken und Gebüschen, auch in lichten Wäldern und in Schilfgürteln, wenn Büsche vorhanden sind.

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Nahrung 

Insekten, vor allem behaarte Raupen, die von anderen Vögeln verschmäht werden. 

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Fortpflanzung 

Parasitiert wie die anderen europäischen Kuckucksarten an kleinen insektenfressenden Singvögeln : jedes Weibchen spezialisiert sich auf eine bestimmte Vogelart. Legt von Mitte Mai bis Ende Juni in zwei Legeperioden 8-22 Eier von 22 mm Größe, ein Ei pro Wirt, das bevorzugt noch vor den Wirtseiern in das Nest gelegt wird. Die Färbung variiert, manchmal in Anpassung an die Wirtseier. Brutdauer nur 12-13 Tage, der junge Kuckuck schlüpft oft vor den Geschwistern. Er wirft alle Eier und Jungvögel aus dem Nest und verläßt dieses nach 3 Wochen, wird aber danach von den Adoptiveltern noch 2 Wochen weitergefüttert.

Mäusebussard

Buteo buteo

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Beschreibung

Größe 50-56 cm Spannweite 113-128 cm Gewicht W : 700-1200 g, M : 550-850 g Farbvarianten von dunkelbraun bis fast ganz weiß. Im Flug gut erkennbar : breite Flügel, breiter, abgerundeter Schwanz, sehr kurzer Hals. Kann im Flug verwechselt werden mit Wespenbussard. Häufiger Segelflug. Regelmäßig auch beim Ansitz auf Pfählen am Straßenrand zu beobachten. 

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In Europa Teilzieher, im Norden Kurzstreckenzieher. 

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Lebensraum

Wald- und Kulturland, Berghänge, Ebenen. 

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Nahrung 

Kleine Nagetiere, Jungvögel, Reptilien, auch Regenwürmer. 

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Fortpflanzung 

Nistet in Bäumen. Legt 2 bis 3 weiße, braun gefleckte Eier, 57 mm, April-Juli. Brutdauer 33-35 Tage. Nestlingsdauer bis zu 50 Tage, Nesthocker.

Mönchsgrasmücke

Sylvia atricapilla

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Beschreibung

Größe 14 cm Gewicht 14-20 g Große Grasmücke mit einfarbig grauem Gefieder, oberseits eher dunkelgrau, unterseits eher weißlich, beim Männchen mit glänzend schwarzer, beim Weibchen mit rostbrauner Kopfplatte. Der flötende und melodiöse Gesang mit mehr oder weniger langem Vorgezwitscher ist kürzer als bei der Gartengrasmücke, die sie zusammen mit den Stimmen anderer Arten imitiert. 

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Teilzieher ; brütet in ganz Europa bis auf Nordskandinavien. Die mittelund westeuropäischen Vögel ziehen zum Überwintern Richtung Südwesten bis zum westlichen Mittelmeergebiet, manchmal bis Westafrika; zunehmend überwintern sie auch in Großbritannien/Irland ; östliche Vögel wandern Richtung Südost; die Zugscheide verläuft mit einem breitem Mischgebiet durch Mitteleuropa. Immer mehr Vögel überwintern auch in Westeuropa, vereinzelt auch in Deutschland. Wegzug August-September, Heimzug März-April. 

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Lebensraum 

Häufige Art in schattigen Gehölzen mit dichtem Unterholz und lichteren Bereichen : Knicklandschaften, Gebüsche mit großen Bäumen, Lichtungen und Waldränder, Parks und Gärten. Im Gebirge bis zur Waldgrenze. 

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Nahrung 

Insekten und ihre Larven, Spinnen und im Herbst auch Früchte. 

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Fortpflanzung 

Brütet zwischen 1 und 2 Meter hoch in Büschen, im Brombeergestrüpp oder in kleinen Nadelbäumen. Das Nest besteht aus einer lockeren Schicht Gräsern und trockenen Halmen, manchmal mit Moos und anderen Pflanzenteilen zusammen, das Innere wird mit feinerem Material wie Wurzeln und Pferdehaaren ausgekleidet. Legt 1-2mal jährlich, Ende April-Mai und im Juni 5 gräuliche oder rötliche, braun und grau gefleckte Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 12-15 Tage, Nestlingszeit 10-11 Tage.

Rabenkrähe

Corvus corone

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Beschreibung

Größe 47 cm Gewicht 450-600 g Wird zusammen mit der Nebelkrähe auch als Aaskrähe bezeichnet. Im Grenzgebiet der beiden Unterarten, z.B. entlang der Elbe, gibt es auch Mischformen. Etwas größer als die Saatkrähe und leicht mit Jungvögeln von dieser zu verwechseln. Das Gefieder ist einheitlich glänzend schwarz. Der schwarze Schnabel ist dicker, mit auch auf Höhe der Oberschnabelborsten durchgehend befiederter Basis und stärker gebogener Spitze (die weißliche Schnabelbasis des weniger gebogenen Schnabels bei der Saatkrähe ist nur bei bis zu einjährigen Vögeln befiedert, wobei die Borsten des Oberschnabels bucklig hervorstehen), ohne durch herabhängendes Bauchgefieder gebildete "Hosen" wie bei der Saatkrähe. Im Flug wirkt der Schwanz kürzer und nicht so abgerundet, die Flügel sind kürzer und breiter, mit unregelmäßigeren und langsameren Flügelschlägen. Lebt lebenslang paarweise und nicht in so großen Schwärmen wie die Saatkrähe, die Stimme ist höher. 

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Standvogel ; brütet in Mittel- und Westeuropa und wird im Norden, Osten und Süden durch die Nebelkrähe ersetzt. 

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Lebensraum 

Überall anzutreffen, bevorzugt aber Kulturland mit Baumbestand, fehlt im Gebirge oberhalb von 2000 Meter. Wird bei gutem Nahrungsangebot fast überall seßhaft. 

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Nahrung 

Sehr anpassungsfähiger Allesfresser : Getreidekörner, Beeren, Früchte, Insekten und ihre Larven, Schnecken, Regenwürmer, Eier, Nestjunge und verletzte Vögel, Amphibien, kleine Säugetiere, Aas. 

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Fortpflanzung 

Baut hoch in Bäumen, manchmal auf Masten ein Nest aus Ästen, Wurzeln, Pflanzenfasern und Wurzelballen, das im Inneren mit Wolle, Gräsern, Moos, Lumpen, Papier usw. ausgelegt wird. Legt im April 4-6 blaß grüne, grau, oliv und braun gefleckte Eier von 40 mm Größe. Brutdauer 21 Tage, Nestlingszeit 26-35 Tage.

Rohrweihe

Circus aeruginosus

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Beschreibung

Größe 48-55 cm Spannweite 110-125 cm Gewicht W: 500-800g; M : 400-650 g Bussardgroß, größer als andere Weihen, von denen sie sich durch die Färbung deutlich unterscheidet. 

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Männchen : Rücken braun, Bauch, Flanken und Hosen rostrot, Schwanz und Flügel bis auf die braunen Oberflügeldecken und die schwarzen Handschwingen hellgrau, Kopf hell mit dunklen Streifen, Brust braun gestreift. 

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Weibchen : schokoladenbrauner Körper, heller Kopf mit schwachen Streifen, Oberkopf und Schultern cremefarben. 

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Jungvogel : wie Weibchen, aber Kopfplatte heller und ohne oder mit nur schwach ausgebildeten Schulterflecken. Ihr leichter Flug und die V-förmige Flügelhaltung mit dem langem Schwanz unterscheiden sie von einem Bussard. Einige Männchen sind polygam. 

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Teilzieher; außer in den Niederlanden sind in Mitteleuropa keine regelmäßigen Überwinterungen bekannt. Winterquartier Süd-Westeuropa bis Nordafrika. Wegzug August-Oktober, Heimzug April-Mai. 

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Lebensraum 

Feuchtgebiete; Teiche, Seen und Flüsse mit Schilfgürteln. Breitet sich neuerdings auch in trockenere Lebensräume aus. 

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Nahrung 

Kleine Säugetiere, Wasservögel und ihre Jungen, Reptilien, Amphibien, Insekten und bei Gelegenheit Aas. 

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Fortpflanzung 

Nest im Schilfgürtel, ein Haufen aus Schilf und Zweigen. Legt von Mitte April-Mai, manchmal im Juni 4-5 weiß-bläuliche oder weiß-grünliche Eier von 50 mm Größe. Brutdauer 31-38 Tage, Jungvögel beginnen nach 40 Tagen, im Schilf herumzustreunen.

Schwarzkehlchen

Saxicola torquata

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Beschreibung 

Größe 12,5 cm Gewicht 14-17 g Kleiner als ein Sperling, mit rundlichem Profil, wippt ständig mit dem schwarzen bis braunschwarzen Schwanz. 

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Männchen : Kopf und Kehle schwarz, die weißen Halsseiten heben sich deutlich davon ab, Brust rotbraun, Bauch cremefarben, Rücken schwarz, mit weißem Bürzel und weißen Flügelfeldern. 

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Weibchen : Kehle braun bis graubeige, die braune Oberseite ist schwarz gestreift, ohne weißen Bürzel und weiße Flügelfelder. Die Unterart "rubicola" aus Europa und Nordafrika ist sehr kontrastreich gezeichnet, beim Männchen mit schwärzlicher Oberseite und orangeroter Brust; "hibernans" von den Britischen Inseln, aus der Bretagne und von der portugiesischen Küste ist dunkler, das Männchen hat eine eher rostbraune Brust und breitere braune Federränder auf der Körperoberseite. Sitzt oft auf Leitungen, wo man es gut beobachten kann. 

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Im Süden teilweise Standvogel; fehlt in Nord- und Osteuropa. Die Brutvögel Mitteleuropas ziehen fast alle in das Mittelmeergebiet bis Nordafrika und in die Sahara. Wegzug August-November, Heimzug Februar-April. 

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Lebensraum 

Offene Gebiete : Heiden, Brachen, Straßen- und Feldränder, Kulturland. 

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Nahrung 

Vor allem Insekten, auch kleine Schnecken, Asseln, im Winter Samen. 

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Fortpflanzung 

Baut in dichter Vegetation in Bodennähe, oft in einem Strauch ein Nest aus trockenen Gräsern, Wurzeln und Moos, das mit Federn und Tierhaaren ausgekleidet wird. Der Nestzugang wird durch einen ausgetretenen Eingangstunnel gebildet. Legt 2-3mal jährlich Ende März Anfang April, im Mai und evtl. nochmal im Juli 5-6 hellblaue, rötlich gefleckte Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 14-15 Tage, Nestlingszeit ca. 16 Tage.

Schwarzmilan

Milvus migrans

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Beschreibung 

Größe 55-60 cm Spannweite 135-155 cm Gewicht 650-950 g Dunkler Greifvogel von der Größe eines Mäusebussards. Unterscheidet sich von diesem vor allem durch einen längeren Schwanz mit leichter Gabelung, die bei gespreiztem Schwanz verschwindet, sowie durch gleichmäßig breite Flügel. Im Flug sind die Flügel leicht gewinkelt, mit dem sehr beweglichen Schwanz wird gesteuert. Die Oberseite ist dunkelbraun, die Unterseite rotbraun mit schwarzen Streifen, der Kopf grau. Die Jungvögel sind oberseits dunkelbraun mit rotbraunen Flecken, unterseits heller braun, am Kopf graubraun. 

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Wie sein wissenschaftlicher Name vermuten läßt, ist er ein Zugvogel. Während des Sommers auf dem gesamten europäischen Kontinent bis auf Nord-Westeuropa häufiger Brutvogel, zieht von September bis Mai nach Zentralafrika, Rückzug ab Februar-April. 

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Lebensraum 

Für die Nahrungssuche auf Gewässer angewiesen. Kulturlandschaft mit Wäldern. 

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Nahrung 

Insekten, Fische, Eidechsen, kleine Säugetiere. Aasfresser, der häufig Speisereste auf Müllkippen und auf Straßen überfahrene Tiere frißt. 

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Fortpflanzung 

Nistet auf großen Bäumen in Wassernähe, manchmal auf Felsvorsprüngen; kann lockere Kolonien in der Nähe von Reiherkolonien bilden. Baut ein Nest aus Ästen, das mit Erde, Haaren, Lumpen, Mist usw. ausgekleidet wird. Legt Mitte April-Mai 2-3 schmutzigweiße, braun gefleckte Eier, 53 mm groß. Brutdauer 34-38 Tage, Nestlingszeit ca. 42 Tage.

Steinschmätzer

Oenanthe oenanthe

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Beschreibung

Größe 15-16 cm Gewicht 17-30 g So groß wie ein Sperling. 

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Männchen im Prachtkleid : Körperoberseite silbergrau, Flügel schwarz, Unterseite weiß, mit schwarzer Maske und weißem Überaugenstreif, der sich bis zum Schnabel fortsetzt. 

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Weibchen : insgesamt brauner, mit rahmfarbener Unterseite. Im Flug fallen der charakteristische weiße Bürzel und der kurze schwarzbraune Schwanz mit an der Basis weißen Schwanzkanten auf. Sehr lebendiger, nervöser und flinker Vogel, der recht scheu ist. 

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Zugvogel in ganz Europa; überwintert im Sahel, am Oberlauf des Nils und weiter südlich bis Tansania. Wegzug August-November, Heimzug Februar-Mai. 

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Lebensraum 

Offenes und steiniges Gelände: Strandheiden und Brachen, Almen, Tundra. 

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Nahrung 

Vor allem Insekten, auch Spinnen und Schnecken. 

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Fortpflanzung 

Baut in einer Bodenmulde oder unter einem Stein ein Nest aus Gräsern, Wurzeln, Halmen und Moos, das im Inneren mit Federn und Wolle ausgelegt wird. Legt 1-2mal jährlich von Ende April bis Juni 5-6 hellblaue Eier von 21 mm Größe. Brutdauer 14 Tage, Nestlingszeit 16 Tage.

Stieglitz

Carduelis carduelis

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Beschreibung

Größe 12 cm Gewicht 14-18 g Kegelschnabel lang und spitz; charakteristisches, buntes Gefieder : Kopf schwarz und weiß mit roter Gesichtsmaske und schwarzem Saum um Schnabel und Wangen, Nacken schwarz. Die Körperoberseite ist rotbraun, der Bürzel weiß, die Körperunterseite bis auf die rotbraunen Flanken und Brustseiten weiß. Die Flügel sind gelb und schwarz mit zum Teil weißen Federspitzen, der Schwanz ist schwarz mit weißen Flecken. Im Gelände sind die Geschlechter nicht zu unterscheiden ; das Weibchen ist aber etwas matter gefärbt als das Männchen und hat weniger Rot im Gesicht. 

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Jungvogel: Kopf graubraun; bis auf den weißlichen, dunkelbraun gestreiften Bauch ist der Körper grünlich graubraun. Der Schwanz ist völlig schwarz, nur der schon vorhandene gelbe Flügelstreif des Altvogels unterscheidet ihn von anderen Finkenvögeln. Im Flug fällt die gelbe Flügelbinde auf. Setzt sich nur gelegentlich auf den Boden. Lebhafter, ruffreudiger Vogel, der meistens gut zu beobachten ist und im Winter gesellig in Trupps auf Nahrungssuche geht. Während der Brutzeit ist er sehr heimlich. 

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Teilzieher ; brütet in ganz Europa außer in Schottland und in Nordskandinavien. Ein Teil bleibt im Brutgebiet, ein Teil zieht südwärts bis zum Maghreb und an den Rand der Sahara. Zugbewegungen September-November und März-Mai. 

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Lebensraum 

In der Nähe von menschlichen Siedlungen, öfter im Gebirge als im Flachland. Parks und Gärten, Obstwiesen, Gemüseanbaugebiete, Friedhöfe. Ab Herbst bilden sich Schwärme, die auf Brachen oder Schuttflächen mit Distelbewuchs nach Nahrung suchen. 

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Nahrung 

Der lange, spitze Schnabel und die kurzen Beine ermöglichen es ihm, auf den dünnen Halmen von samentragenden Disteln, Kratzdisteln und Kletten herumzuturnen und die kleinen Samen herauszupicken. Frißt auch Baumsamen : Birken, Erlen, Platanen und Koniferen. Während der Jungenaufzucht auch Insekten. 

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Fortpflanzung 

Brütet in einzelstehenden Bäumen in Astgabeln, nicht weit vom Boden entfernt, in lockeren Kolonien. Baut ein kleines Nest mit einer tiefen Mulde aus Halmen und Wurzeln, mit Spinnweben und Insektengespinsten sorgfältig verflochten, außen mit Flechten und Moos getarnt, innen mit Haaren, Moos und Wolle ausgelegt. Legt 2-3mal jährlich im Mai und im Juni-Juli 5-6 weiß bläuliche, braun und rotbraun gefleckte Eier von 17 mm Größe. Brutdauer 12-13 Tage, Nestlingszeit 13-15 Tage.

Wacholderdrossel

Turdus pilaris

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Beschreibung

Größe 26 cm Gewicht 80-140 g Kleiner als die Misteldrossel, Kopf, Hals und Bürzel blaugrau, Rücken kastanienbraun, Kehle und Brust rotgelb mit schwarzen Flecken, Flanken mit dunkelbrauner, pfeilförmiger Zeichnung, Schwanz fast schwarz. Die Achseln sind weiß. Geselliger Vogel, der oft zusammen mit anderen Drosseln auf Wiesen nach Nahrung sucht. Singt im Flug oder von der Spitze eines Baumes aus. Am Brutplatz sehr wachsam, warnt bei Gefahr auch andere Vogelarten. Gemeinschaftliche Kotattacken gegen Greifvögel.

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Teilzieher; brütet von Nord-Osteuropa bis zu einer Linie Alpen-Schottland ; fehlt in der Mittelmeerregion. Überwinterung in ganz Europa bis auf den größten Teil Skandinaviens. Zugbewegungen August-Dezember und Februar-Mai. 

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Lebensraum

Breitet sich aus dem Norden und Osten kommend Richtung Süden und Westen aus. In offenen, kühlen und feuchten, durch Gehölze gegliederten Landschaften : Birkenwäldchen, Kiefernwälder, städtische Parks, Taiga.

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Nahrung 

Insekten, Regenwürmer und Larven, die mit dem Gehör geortet werden, bevor sie aus dem Boden gezogen werden; auch Beeren und andere Früchte.

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Fortpflanzung

Brütet in lockeren Kolonien, in der Taiga in Gebäuden, sonst in Bäumen. Das voluminöse Nest besteht aus Gräsern, Moos, Zweigen und Wurzeln, einer stabilisierenden Erdschicht mit einer feinen Grasauspolsterung. Legt 1-2mal jährlich im April-Anfang Mai und Ende Mai-Anfang Juni 4-6 blaß blaugrüne, rotbraun gefleckte Eier von 29 mm Größe. Brutdauer 13-14 Tage, Nestlingszeit ca. 15 Tage.

Weißstorch

Ciconia ciconia

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Beschreibung

Größe 100-115 cm Spannweite 195-215 cm Gewicht 3000-3500 g Großer, weißer Stelzvogel mit schwarz-weißen Flügeln. Schnabel und Beine sind rot. 

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Zugvogel

Wegzug nach Afrika August-September, Heimzug Ende Februar bis April. 

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Lebensraum 

Feuchtwiesen für die Nahrungssuche, Ortschaften zum Nisten. 

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Nahrung 

Abwechslungsreich : Heuschrecken, Fische, Würmer, Jungvögel, Reptilien, Amphibien, Kleinsäuger. 

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Fortpflanzung 

Brütet im April-Mai hoch in Bäumen, meistens auf Gebäuden oder Masten, manchmal in kleinen Kolonien. Legt 3-5 weiße Eier von 73 mm Größe in einen großen Horst. Brutdauer 33-34 Tage, Nestlingszeit 58-64 Tage.

Zilpzalp

Phylloscopus collybita

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Beschreibung 

Größe 11 cm Gewicht 6-9 g Kleiner und rundlicher als der Fitis, mit kürzeren Flügeln. Das Gefieder ist oberseits graugrün, nicht so gelb und matter gefärbt, unterseits gelblichgrau. Die Kehle ist heller, die Beine sind eher schwärzlich als fleischfarben. Die verschiedenen europäischen Unterarten unterscheiden sich sowohl im Aussehen als auch im Gesang und in den Rufen : "collybita", die häufigste Form, ist eher grünlich braun und kleiner als "abietinus" aus Skandinavien, und der Überaugenstreif ist undeutlicher. Die nur gelegentlich auftauchende Unterart "tristis" aus Sibirien ist insgesamt grauer, mit schwacher grauer Flügelbinde; die Zügel an den Wangen sind tabakbraun oder hellbraun, die Beine und der Schnabel sind glänzend schwarz. "collybita" singt mit sehr regelmäßig angeordneten Elementen, fast metronomartig, "brehmii" von der Iberischen Halbinsel dagegen beschleunigt seine Strophe, die am Ende absinkt. 

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Teilzieher ; brütet in ganz Europa. Südliche Populationen sind Standvögel (Frankreich, Italien, Spanien, auch England) ; nordöstlichere Populationen, darunter auch die mitteleuro-päischen Brutvögel, überwintern vom Mittelmeer-gebiet über die Sahelzone bis Sudan und Tansania. Wegzug August-November, Heimzug März-Mai. 

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Lebensraum 

Sehr anspruchslos : Mischwälder, große Hecken, Parks und Gärten, im Norden auch Nadelwälder. Eher an Lichtungen als im dichten Wald. Im Gebirge bis in 2000 Meter Höhe. 

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Nahrung 

Insekten und ihre Larven, Beeren und andere Früchte. 

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Fortpflanzung 

Brütet am Boden oder unter 1 Meter Höhe im Gebüsch, unter Brennesseln Heidekraut oder in einer Höhlung in einem backofenförmigen Nest aus Halmen, Gräsern und trockenen Blättern, Moos und Flechten, das in dichter Vegetation verborgen ist. Legt 1-2mal jährlich, Ende April-Mai und Mitte Juni-Juli 6 weiße, braunviolett gefleckte Eier von 15 mm Größe. Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit 13-14 Tage.

Austernfischer     Bachstelze      Bläßgans    Dorngrasmücke   Feldlerche      Goldammer     Grauammer      Graugans       

  Kuckuck                  Mäusebussard         Möchsgrasmücke            Rabenkrähe                Rohrweihe          

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